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Basenfasten oder Buchinger?

Saft und Brühe oder drei basische Mahlzeiten am Tag: Bei uns sind beide Fastenformen mit täglichen Wanderungen verbunden. Was sie unterscheidet, was gleich bleibt und wie Sie sich entscheiden.

Von Nicole Fürderer aktualisiert 5 Min. Lesezeit

Gäste an einer langen Tafel in der Stube der Heimatschmiede, dahinter die Teestation mit Kreideschildern „Tee des Tages“
Ob mit Teller oder Teetasse: Gegessen und getrunken wird gemeinsam in der Stube.

Wer bei uns eine Fastenwoche bucht, wählt zwischen zwei Formen: dem klassischen Heilfasten nach Buchinger, bei dem Sie auf feste Nahrung verzichten, und dem Basenfasten, bei dem Sie weiter essen, aber nur Obst und Gemüse. Die Frage „Basenfasten oder Buchinger?“ hören wir oft. Eine falsche Antwort gibt es nicht. Es kommt darauf an, was Sie sich von Ihrer Woche wünschen, und genau dabei soll Ihnen dieser Vergleich helfen.

Buchinger: eine Woche ohne feste Nahrung

Das Fasten nach Buchinger ist nach dem Arzt Otto Buchinger (1878–1966) benannt und eine der bekanntesten Fastenformen im deutschsprachigen Raum. An den fünf Fastentagen essen Sie nichts Festes. Was Sie bekommen, ist flüssig und frisch zubereitet:

  • morgens Kräutertee und ein frischer Pflanzensaft,
  • mittags ein frisch gepresster Obst- oder Gemüsesaft, 250 ml,
  • abends eine salzlose Gemüsebrühe, 250 ml, jeden Tag frisch gekocht,
  • über den Tag zwei Teelöffel Honig, Zitronenschnitze, Kräutertee und Wasser, insgesamt mindestens zwei bis drei Liter.

Die Brühe kocht unsere Küche jeden Tag frisch aus Gemüse der Saison, ohne Salz. Was heute drin ist, steht auf der Tafel im Speiseraum, an manchen Tagen mit einem Augenzwinkern dazu. Unterwegs haben alle eine Thermoskanne mit Tee und einen Löffel Honig dabei. Viele Gäste erzählen uns, dass sie gerade die Einfachheit genießen: Es gibt nichts zu entscheiden und nichts zu kochen, und die Frage nach der nächsten Mahlzeit stellt sich eine Woche lang nicht.

Basenfasten: drei Mahlzeiten aus Obst und Gemüse

Beim Basenfasten essen Sie weiter, dreimal am Tag und mit Genuss, aber eine Woche lang nur Obst, Gemüse und Kräuter, überwiegend aus biologischem und regionalem Anbau. Morgens gibt es ein basisches Frühstück mit Obst, mittags ein zweigängiges Menü aus saisonalem Gemüse, abends eine Gemüsesuppe. Für die Wanderung packen wir Trockenfrüchte und Mandeln ins Lunchpaket. Auf dem Teller liegen dann zum Beispiel Kartoffeln, Rote Bete und Gemüse der Saison, mit frischen Kräutern angerichtet.

Was wegbleibt: Kaffee, Zucker, Alkohol, Fleisch, Brot und alles Schwere. Viele empfinden Basenfasten als die sanftere Form, weil der Tag seine gewohnten Mahlzeiten behält. Und Sie nehmen Ideen für eine leichte Gemüseküche mit nach Hause, die sich auch im Alltag kochen lässt.

Kreidetafel: „Back to the Roots! Heute wandern wir innerlich hin zu Mutter Erde. Es gibt Pastinaken- und Petersilienwurzeln, wie immer in Brühe. Guten Appetit“
Buchinger: Die Brühe des Tages steht an der Tafel.
In der Küche garniert eine Mitarbeiterin Teller mit Kartoffeln, Gemüse und frischen Kräutern
Basenfasten: Das Mittagsmenü wird angerichtet.

Basenfasten oder Buchinger: der Vergleich auf einen Blick

So sehen die beiden Formen nebeneinander aus, in einer Woche bei uns in Menzenschwand:

Heilfasten nach Buchinger und Basenfasten im Vergleich
Buchinger Basenfasten
Feste Nahrung keine, fünf Tage lang ja, dreimal am Tag
Morgens Kräutertee und frischer Pflanzensaft basisches Frühstück mit Obst
Mittags frisch gepresster Obst- oder Gemüsesaft zweigängiges Menü aus saisonalem Gemüse
Abends salzlose Gemüsebrühe Gemüsesuppe
Unterwegs Tee aus der Thermoskanne, ein Löffel Honig Trockenfrüchte und Mandeln
Abführen Glaubersalz am ersten Fastentag, dann Einläufe genauso
Wandern täglich rund 3,5 Stunden, geführt genauso, in derselben Gruppe
Termine in jeder Woche in ausgewählten Wochen
Preis ab 999 € 1.170 €

Preise pro Person für 6 Nächte im Doppelzimmer der Heimatschmiede, mit allen Leistungen der Woche. Einzelzimmer, Bruderhof und die Teilnahme ohne Übernachtung finden Sie unter Preise & Leistungen.

Was in beiden Wochen gleich ist

Ob Brühe oder Gemüsemenü, der Rest der Woche ist derselbe. Sie wohnen im selben Haus, wandern in derselben Gruppe und haben dieselben Fastenleiter an Ihrer Seite. Morgens Bewegung vor dem Haus, vormittags die Tour, nachmittags Zeit für sich, abends ein Info-Abend, Yoga oder Ruhe.

Buchinger bieten wir in jeder Woche an, Basenfasten in ausgewählten Wochen. In den Basenfasten-Wochen sind also beide Formen in einer Gruppe, und gewandert wird zusammen. Nur am Tisch sieht es unterschiedlich aus.

Auch das Abführen gehört zu beiden Formen: Am ersten Fastentag trinken alle gemeinsam ein Glas Glaubersalz, danach folgt während der Woche ein einfacher Einlauf. Und am Samstag brechen alle gemeinsam das Fasten, mit Rezepten für die Aufbautage im Gepäck.

Welche Form passt zu Ihnen?

Basenfasten ist oft die passende Wahl, wenn Sie

  • auf Mahlzeiten nicht verzichten möchten oder Ihnen ein fester Essrhythmus Sicherheit gibt,
  • zum ersten Mal fasten und lieber behutsam beginnen,
  • Ideen für eine leichte Gemüseküche mit nach Hause nehmen möchten.

Buchinger ist oft die passende Wahl, wenn Sie

  • eine Woche lang gar nicht ans Essen denken möchten,
  • die klassische Form des Fastens kennenlernen möchten,
  • sich auf eine ganz einfache Woche mit Saft, Brühe und Tee freuen.

Beides können Sie bei uns auch beim ersten Mal wählen. Wenn Sie schwanken, rufen Sie uns an. Meistens ist die Entscheidung nach einem kurzen Gespräch klar.

Drei Fragen, die oft kommen

Schaffe ich die Wanderungen beim Buchingerfasten?

Unsere Touren sind für Fastende geplant: ruhiges Tempo, Pausen mit Aussicht, Tee und Honig im Rucksack. Bergerfahrung brauchen Sie nicht. Wenn Sie zu Hause gern einen längeren Spaziergang machen, schaffen Sie auch unsere Wege. Und das ganze Programm ist freiwillig: Wer einen Tag aussetzen möchte, bleibt im Haus.

Ist Basenfasten „richtiges“ Fasten?

Basenfasten ist eine eigene Form des Fastens mit klaren Regeln: eine Woche lang nur Obst, Gemüse und Kräuter. Bei uns gehört es mit allem dazu, was eine Fastenwoche ausmacht, vom Glaubersalz am ersten Tag über die Wanderungen bis zur Begleitung durch die Fastenleiter.

Geht es ums Abnehmen?

Nein, in keiner der beiden Formen. Eine Fastenwoche ist bei uns eine Auszeit, keine Diät, und wir versprechen niemandem eine Zahl auf der Waage.

Wer nicht fasten sollte

Unsere Fastenwochen sind für gesunde Erwachsene gedacht. Nicht fasten sollten:

  • Schwangere und Stillende
  • Kinder und Jugendliche
  • Menschen mit Essstörungen oder Suchterkrankungen
  • Menschen mit chronischen oder psychischen Erkrankungen
  • Menschen, die regelmäßig Medikamente nehmen

Wenn Sie eine Vorerkrankung haben oder unsicher sind, sprechen Sie bitte vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob eine Fastenwoche für Sie infrage kommt, und in welcher Form.

Mehr zu den beiden Formen lesen Sie auf den Seiten Heilfasten nach Buchinger und Basenfasten. Wer zum ersten Mal fastet, findet im Ratgeber Fasten für Anfänger alles zu Vorbereitung und den ersten Tagen.

Bereit für Ihre Fastenwoche?

Fast jede Woche beginnt in Menzenschwand eine neue Gruppe. Suchen Sie sich einen Termin aus. Und wenn vorher noch Fragen offen sind, rufen Sie uns einfach an.