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Fasten im Herbst und wenn der Winter kommt

Wenn sich die Bäume an den Hängen färben und morgens Nebel im Tal liegt, wird es in Menzenschwand still. Was eine Fastenwoche in der kalten Jahreszeit ausmacht, und wie Sie sich darauf vorbereiten.

Von Nicole Fürderer aktualisiert 5 Min. Lesezeit

Gelb gefärbte Birken an einem Hang, dahinter das grüne Hochtal und herbstlich bunte Wälder unter tiefen Wolken
Herbst im Hochschwarzwald, unterwegs auf einer der Wochentouren.

Nach einem Sommer mit Reisen, Grillabenden und vollen Wochenenden wünschen sich viele eine ruhigere Zeit. Fasten im Herbst passt zu diesem Gefühl: Die Natur zieht sich zurück, die Tage werden kürzer, und der Kalender gibt vielleicht eher eine freie Woche her als im Sommer. Hier erzählen wir, wie eine Fastenwoche bei uns in Menzenschwand im Herbst und Winter aussieht, draußen wie drinnen, und worauf Sie sich einstellen können.

Fasten im Herbst: eine Woche im Rhythmus der Jahreszeit

Im Herbst richtet sich der Tag fast von selbst nach dem Licht. Die Wanderung liegt ohnehin am Vormittag, in den hellen Stunden. Am frühen Nachmittag sind Sie zurück im Haus, wenn die Sonne schon tiefer steht, und dann beginnt der ruhige Teil des Tages: Tee, Sauna, ein Buch, früh ins Bett.

Viele Gäste mögen gerade diesen Wechsel zwischen draußen und drinnen. Die Luft ist kühl und klar, die Wege sind still, und danach wartet ein warmes Haus. Und es ist eine Woche, die Sie sich bewusst nehmen. Nicole hat es einmal so gesagt:

„Fasten ist kein Verzicht, sondern eine bewusste Entscheidung für sich selbst.“

Nicole Fürderer, Gründerin von Erlebnisfasten

Viele verbinden das Fasten mit der Fastenzeit vor Ostern. Der Herbst ist eine schöne Alternative dazu: eine Woche als bewusster Einschnitt zwischen dem bewegten Sommer und den Feiertagen am Jahresende. Unsere Fastenwochen laufen übrigens das ganze Jahr, auch im November und im Winter.

Draußen: goldene Lärchen und Nebel im Tal

Menzenschwand liegt in einem Hochtal am Fuß des Feldbergs, nur rund 6 Kilometer entfernt. Im Herbst färben sich Lärchen, Birken und Buchen an den Hängen gelb und rot, und an manchen Morgen liegt Nebel über den Wiesen, während oben auf den Höhen schon die Sonne scheint. Unsere Touren führen dann über die Höhenwege oberhalb des Dorfes, zu den Menzenschwander Wasserfällen oder flach durch das Albtal.

Der Tag beginnt auch im Herbst mit einer kurzen Bewegungseinheit auf der Wiese vor dem Haus, mit Mütze und Handschuhen, wenn es frisch ist. Danach gibt es heißen Tee, und dann geht es los, rund dreieinhalb Stunden und meist 10 bis 12 Kilometer.

Mit Regenjacke, Regenhose und Schuhen mit gutem Profil sind Sie für jedes Herbstwetter gerüstet. Regencapes und Wanderstöcke liegen im Haus bereit. Die Touren richten wir nach dem Wetter und nach der Gruppe; an einem stürmischen Tag wird die Runde eben kürzer.

Drinnen: Wärme, Tee und lange Abende

In einer Fastenwoche frieren viele etwas schneller als sonst. Im Herbst und Winter achten wir deshalb besonders auf Wärme. Nach der Wanderung gibt es heißen Tee und, beim Buchingerfasten, einen frischen Saft. Danach legen sich viele mit einem Leberwickel hin: ein feuchtwarmes Tuch und eine Wärmflasche auf dem rechten Oberbauch, eine halbe Stunde zugedeckt im Bett. Eine gute Gelegenheit, nach dem Wandern einfach still zu liegen.

Tee begleitet Sie dabei durch den ganzen Tag: morgens Kräutertee, unterwegs aus der Thermoskanne, nachmittags eine Kanne in der Stube. Beim Buchingerfasten gehören Zitronenschnitze und ein Löffel Honig dazu, frisch gepresste Säfte und abends die heiße Gemüsebrühe. Und wer basenfastet, bekommt abends eine warme Gemüsesuppe.

Am Nachmittag können Sie sich in unserer Sauna aufwärmen, dem Thermium. Ein Fußbad, eine Wärmflasche im Bett, eine Kanne Kräutertee am Abend: Es sind kleine Dinge, die in der kalten Jahreszeit viel ausmachen.

Vier Gäste sitzen nebeneinander auf einer Eckbank und stellen die Füße in Schüsseln mit Wasser
Ein Fußbad zwischendurch.
Zwei Gäste mit Teetassen an einem langen Holztisch, auf dem ein großes, halb fertiges Puzzle liegt
Tee und ein Puzzle am großen Tisch.

Im Herbst wird es früh dunkel. Dann gibt es Gemüsebrühe oder Suppe, danach einen Info-Abend rund ums Fasten, Ernährung und die Region, und zweimal in der Woche Yoga, Pilates oder Qigong. Wer lieber für sich ist, findet in unserer Bibliothek Fachbücher und Romane, oder setzt sich mit einer Tasse Tee an das Puzzle, das in mancher Woche auf dem großen Tisch liegt.

Wenn Schnee liegt: mit Schneeschuhen unterwegs

Im Winter liegt in Menzenschwand häufig Schnee. Dann gehen wir mit Schneeschuhen oder mit Spikes unter den Schuhen; beides liegt im Haus für alle bereit. Bringen Sie Gamaschen mit, wenn Sie welche haben, dazu Mütze, Handschuhe und lieber mehrere warme Schichten als eine einzige dicke Jacke.

Die Gruppe steht mit Schneeschuhen und Stöcken in einer Reihe auf einem verschneiten Waldweg
Mit Schneeschuhen durch den verschneiten Wald.

Eine Schneeschuhwanderung ist langsamer als eine Tour im Sommer. Der Wald ist still, die Spur knirscht, und in den Pausen gibt es Tee aus der Thermoskanne. Und wenn es draußen ungemütlich wird, ist der Nachmittag im warmen Haus umso schöner.

So bereiten Sie sich in der kalten Jahreszeit vor

Die Vorbereitung ist im Herbst dieselbe wie zu jeder Jahreszeit: ein oder zwei Entlastungstage mit einfachem, leichtem Essen, weniger Kaffee, Zucker und Alkohol, mehr Wasser. Gerade jetzt passen warme Gemüsesuppen gut in diese Tage. Gönnen Sie sich vor der Anreise genug Schlaf und einen Spaziergang an der frischen Luft, und halten Sie den Kalender möglichst leer. Alles Weitere steht im Ratgeber Fasten für Anfänger.

Für den Koffer: die Wärmflasche (sie steht für den Leberwickel ohnehin auf der Packliste), Hausschuhe, warme Socken und eine Fleecejacke für die Abende in der Stube. Mit dem Auto parken Sie direkt am Haus; wer mit der Bahn anreist, den holen wir sonntags um 14:45 Uhr am Bahnhof Aha ab.

Unsere Fastenwochen sind für gesunde Erwachsene gedacht. Wer nicht fasten sollte, lesen Sie in den häufigen Fragen; im Zweifel sprechen Sie bitte vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Nach der Woche: Aufbautage mit warmer Küche

Am Samstagmorgen brechen wir das Fasten gemeinsam. In den Tagen danach gewöhnen Sie sich langsam wieder an feste Nahrung, und in der kalten Jahreszeit passt dazu eine warme, leichte Küche: Gemüsesuppen, gedünstetes Gemüse, Kartoffeln, Kräutertee. Rezepte für die Aufbautage stehen in Ihrem Fastenpaket, und gegen Ende der Woche begleiten wir Sie beim Einkauf im Reformhaus, damit zu Hause alles bereitliegt.

Die Herbst- und Wintertermine finden Sie unter Termine. Wie die Touren im Lauf des Jahres aussehen, lesen Sie beim Fastenwandern.

Bereit für Ihre Fastenwoche?

Fast jede Woche beginnt in Menzenschwand eine neue Gruppe. Suchen Sie sich einen Termin aus. Und wenn vorher noch Fragen offen sind, rufen Sie uns einfach an.